Glasmosaik verlegen und verfugen: Anleitung vom Profi
Werkstattwissen · Glasmosaik
Glasmosaik verlegen und verfugen –
die ganze Kette in 14 Schritten
Vom ersten Kammzug bis zur letzten Politur: wie ein Glasmosaik geklebt, vom Papier befreit, mit Epoxidharz verfugt und schleierfrei gereinigt wird. Geschrieben für Menschen, die es selbst in die Hand nehmen – und für Handwerker, die nichts dem Zufall überlassen.

Ein Glasmosaik ist die ehrlichste Fläche im ganzen Bad. Es verzeiht nichts. Jede Unebenheit im Untergrund zeichnet sich ab, jeder Kleberrest schimmert durch das Glas, jeder Schleier auf der Oberfläche nimmt dem Mosaik genau das, wofür man es gekauft hat: die Tiefe. Die gute Nachricht – es gibt keinen einzigen schwierigen Handgriff in dieser Anleitung. Es gibt nur eine Reihenfolge, die stimmen muss, und ein paar Zeitfenster, die man kennen sollte.
Diese Anleitung beschreibt den Weg, den wir bei Tiamont für SICIS® Glasmosaike in Kombination mit dem Litokol-System empfehlen: kleben mit PowerGel® Pro Max, verfugen mit Starlike® Crystal oder Starlike® Pro, reinigen mit Starlike® Care. Beide Häuser stammen aus Italien, beide Systeme sind aufeinander eingespielt – und genau diese Kombination beschreibt im deutschsprachigen Raum sonst niemand vollständig.
Die Kurzfassung, falls Sie gerade auf der Baustelle stehen:
Glasmosaik wird auf einen ebenen, festen und trockenen Untergrund mit einem weißen 2K-Epoxidharzkleber geklebt, mit 3,5-mm-Zahnung und immer nur auf etwa einem Quadratmeter gleichzeitig. Nach 24 Stunden wird bei papiermontiertem Mosaik das Papier nass abgezogen und die Fläche mit klarem Wasser sauber gewaschen. Erst wenn die Fugen völlig trocken sind, wird mit Epoxidharz-Fugenmörtel verfugt – diagonal eingespachtelt und sofort im frischen Zustand gereinigt: erst mit dem weißen Filz in kreisenden Bewegungen, dann mit dem Schwamm. Nach 24 Stunden folgt die Nachreinigung mit Starlike® Care, spätestens nach 48 Stunden.
Warum Glasmosaik anders ist als jede Fliese
Eine Feinsteinzeugfliese ist eine geschlossene, undurchsichtige Platte. Was darunter passiert, sieht niemand. Glas ist das Gegenteil: es ist ein Fenster. Licht fällt durch den Stein, trifft auf den Kleber darunter und kommt wieder zurück ins Auge. Deshalb gelten beim Glasmosaik drei Regeln, die es sonst nirgends gibt.
Der Kleber ist Teil der Optik
Ein grauer Kleber unter einem hellen Glasstein macht diesen Stein grau. Nicht ein bisschen – sichtbar. Deshalb gilt beim Glasmosaik eine Farbregel, die man einmal verstehen und dann nie wieder nachschlagen muss. PowerGel® Pro Max gibt es in zwei Farben, und beide sind technisch identisch: derselbe zweikomponentige Epoxidharzkleber, dieselbe Klassifizierung als Verklebung und Abdichtung in einem System, wasserdicht, im Schwimmbecken ebenso einsetzbar wie in der Dusche. Es geht ausschließlich um das, was man später sieht.
| Ihre Fläche | Kleberfarbe | Warum |
|---|---|---|
| Transluzentes Glas, helle Töne, Weiß, Perlmutt, Gold- und Silbereffekte | Ultra Bianco (weiß) | Licht fällt durch den Stein bis auf den Kleber und kommt zurück. Jede graue Fläche darunter zieht die Farbe herunter und macht sie stumpf. |
| Durchgefärbte dunkle Gläser, deckende Mosaike, Anthrazit, Braun- und Blautöne | Grigio (grau) | Kein Licht dringt durch. Grau ist hier sogar ruhiger: Schattierungen im Kleberauftrag, die unter hellem Glas als Wolken sichtbar würden, verschwinden. |
| Naturstein, Marmormosaik, Feinsteinzeug, Keramikmosaik | Grigio (grau) | Undurchsichtige Beläge. Hier zählt nur der Verbund, nicht die Farbe – Ausnahme: heller, dünner Marmor, der durchscheinen kann. Dann weiß. |
Weiß ist nie falsch. Grau kann es sein – und zwar unumkehrbar, denn den Kleber sehen Sie erst, wenn das Mosaik liegt. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Stein Licht durchlässt: halten Sie ihn gegen eine Lampe. Kommt Licht durch, nehmen Sie Ultra Bianco. Bleibt er dunkel, sparen Sie sich nichts, aber gewinnen Ruhe in der Fläche mit Grigio.
Die Fuge ist kein Nebenschauplatz
Bei einem 2,3-Zentimeter-Mosaikstein kommen auf einen Quadratmeter über achtzig Meter Fuge. Die Fuge ist damit flächenmäßig ein echter Gestaltungspartner – und bei zementärem Mörtel gleichzeitig die Schwachstelle: sie saugt Wasser, sie nimmt Farbe an, sie wird fleckig. Epoxidharz saugt nicht. Er ist praktisch nicht porös, säurebeständig und bleibt farbstabil. In einer Dusche, die täglich läuft, ist das kein Luxus, sondern der Unterschied zwischen fünf Jahren und fünfzehn.
Die Reinigung ist Teil der Verlegung, nicht die Aufräumarbeit danach
Das ist der Punkt, an dem die meisten Selbstverleger straucheln. Bei Zementfuge wischt man ab, wenn der Mörtel angezogen hat. Bei Epoxidharz beginnt die Reinigung im frischen Zustand, unmittelbar nach dem Einspachteln. Wer wartet, bis die Masse fest wird, reinigt nicht mehr – der schleift.
Verfugen und Reinigen sind beim Epoxidharz ein einziger Arbeitsgang. Sie hören nicht auf zu spachteln, um dann zu putzen. Sie spachteln einen Abschnitt, putzen ihn, und erst dann beginnt der nächste Abschnitt.
Material und Werkzeug im Überblick
Sechs Produkte und vier Werkzeuge tragen die gesamte Arbeit: zwei Fugenmassen, zwei Reiniger, zwei Kleber. Alles andere ist Zubehör. Wenn Sie nur diese Seite ausdrucken und mit auf die Baustelle nehmen, haben Sie alles beisammen.
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Fugenmasse · Schritt 7–8Starlike® Crystal
Lichtdurchlässig und neutral. Die Fuge tritt zurück, das Glas behält seine Tiefe. Fugen bis 3 mm.
Ansehen -
Fugenmasse · Schritt 7–8Starlike® Pro
75 Designfarben, Fugen von 1 bis 20 mm. Wenn die Fuge Farbe tragen soll.
Ansehen -
Reiniger · BödenStarlike® Care
Nachreinigung für waagerechte Flächen. Nimmt den letzten Schleier. 4 Liter für rund 60 m².
Ansehen -
Reiniger · WändeStarlike® Wall Care Gel
Dasselbe Prinzip als Gel: bleibt an der Wand stehen, statt herunterzulaufen. 3 Liter für rund 35 m².
Ansehen -
Kleber · helles GlasPowerGel® Pro Max Ultra Bianco
Reinweiß. Für transluzente und helle Gläser zwingend. Klebt und dichtet in einem Gang, 10 kg für ca. 6,7 m².
Ansehen -
Kleber · dunkle FlächenPowerGel® Pro Max Grigio
Die graue Variante desselben Systems. Für dunkle, deckende Mosaike, Naturstein und Feinsteinzeug.
Ansehen
Die vier Werkzeuge – und wofür jedes gedacht ist
Beim Epoxidharz gibt es keine Allzweckwaffe. Jedes der vier Werkzeuge macht genau eine Sache, und es macht sie besser als jedes Improvisat aus dem Baumarkt.
| Werkzeug | Wann | Wozu |
|---|---|---|
| SoftGrip-Zahnspachtel 3,5 mm (teils 2 mm) |
Schritt 3 | Zieht die Kontaktschicht auf und kämmt den Kleber. Die Zahnung bestimmt, wie viel Kleber unter dem Stein steht – zu viel quillt in die Fuge, zu wenig trägt nicht. |
| Spachtel Pro Starlike® Gummispachtel |
Schritt 4 und 8 | Drückt das Mosaikblatt ein und presst später die Fugenmasse in die Fuge. Weich genug, um Glas nicht zu verkratzen. |
| Feltro Pro Starlike® weißer Filz |
Schritt 10 | Der wichtigste Handgriff der ganzen Anleitung. Emulgiert das überschüssige Epoxid in kreisenden Bewegungen und löst es von der Glasoberfläche. |
| Spugna Pro Starlike® Schwamm |
Schritt 11 und 14 | Nimmt die gelöste Emulsion auf und modelliert die Fuge glatt – ohne sie auszuwaschen. |
Die Original-Werkzeuge von Litokol – Spachtel Pro, Feltro Pro und Spugna Pro sowie die Starlike Tools Box mit einem Gummispachtel, vier Filzen und zwei Schwämmen – führen wir auf Anfrage. Schreiben Sie uns kurz, welche Fläche ansteht, dann stellen wir das passende Set zusammen. Zur Beratung
Schritt 1–4: Untergrund, Kleber, Mosaik setzen
Dieser erste Block entscheidet über die Optik. Alles, was hier schiefgeht, sieht man später durch das Glas hindurch – und dann ist es nicht mehr zu korrigieren.
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01
Vorbereitung
Den Untergrund vorbereiten
Der Untergrund muss eben, fest, sauber sowie staub- und fettfrei sein. „Eben“ heißt beim Mosaik strenger als bei großen Fliesen: eine Delle, die unter einer 60er-Fliese verschwindet, bildet sich im Mosaik als sichtbare Welle ab, weil das Mosaik der Fläche folgt.
Im Nassbereich muss die Abdichtung vorhanden sein. PowerGel® Pro Max kann diese Aufgabe selbst übernehmen: dafür zuerst mindestens 1 mm glatt auftragen und 12 bis 24 Stunden aushärten lassen. Erst danach wird geklebt.
Der häufigste Fehler überhauptNicht auf einem noch feuchten Untergrund arbeiten und nicht auf einer Abdichtung, die erst „ein paar Stunden“ steht. Beim Epoxidharz gibt es kein Nachtrocknen unter dem Stein – was an Feuchtigkeit eingeschlossen wird, bleibt dort.
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02
Anmischen
PowerGel® Pro Max anmischen
Den gesamten Beutel Komponente B vollständig in Komponente A ausdrücken. Vollständig heißt: restlos. Ein zweikomponentiges Harz härtet nur im richtigen Mischungsverhältnis aus – bleibt ein Teil im Beutel, bleibt die Masse an dieser Stelle weich.
Mit einem elektrischen Rührwerk bei etwa 300 Umdrehungen pro Minute mischen, bis die Masse cremig, glatt und klumpenfrei ist. Dann mit dem Spachtel Rand und Boden des Eimers abstreifen und noch einmal kurz durchmischen. Dort sammelt sich unvermischtes Material, und genau dieses Material landet sonst als weiche Stelle unter dem Mosaik.
Warum langsam rühren?Hohe Drehzahlen schlagen Luft ein. Luftblasen im Kleber werden unter Glas zu hellen Punkten. 300 U/min sind langsam genug, um Luft draußen zu halten, und schnell genug, um sauber zu homogenisieren.
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03
Auftragen
Kleber auftragen – erst glatt, dann gekämmt
Zwei Durchgänge, nicht einer. Zuerst mit der glatten Seite des SoftGrip-Spachtels eine dünne Kontaktschicht aufziehen und fest andrücken – diese Schicht stellt den echten Verbund zum Untergrund her. Danach mit der Zahnseite kämmen.
Für SICIS-Glasmosaik gilt allgemein eine 3,5-mm-Zahnung; einzelne Kollektionen sind für 2 mm vorgesehen. Im Zweifel steht die Angabe im Datenblatt der Kollektion – oder Sie fragen uns.
Immer nur einen QuadratmeterBereiten Sie nie mehr als etwa 1 m² vor. Epoxidharzkleber bildet an der Luft eine Haut. Legen Sie das Mosaik auf eine Fläche, die schon angezogen hat, klebt sie nicht mehr richtig – und Sie sehen es erst, wenn Steine sich lösen.
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04
Setzen
Das Mosaik einsetzen und antappen
Das Mosaikblatt in den frischen Kleber legen und mit dem Gummispachtel gleichmäßig andrücken – Fachleute sagen „tappen“: nicht schieben, sondern flächig klopfen. Das Schieben verzieht das Blatt und macht die Fugen ungleichmäßig.
Achten Sie auf zwei Dinge: keine Luftblasen, und vollständige Benetzung der Rückseite. Gleichzeitig darf der Kleber nicht in die Fugen hochquellen – dort muss später die Fugenmasse Platz finden. Überschüssiges Material sofort entfernen, solange es frisch ist. Ausgehärtetes Epoxid bekommt man nur noch mechanisch weg.
Schritt 5–6: Papier lösen und Fugen trocknen
Viele SICIS-Mosaike sind papiermontiert: Die Steine sind auf der Vorderseite auf Papier geklebt, damit das Blatt beim Verlegen zusammenhält. Dieses Papier muss nach dem Kleben wieder herunter – und dieser Moment ist heikler, als er aussieht.
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05
Nur bei papiermontiertem Mosaik
Das Papier entfernen
Etwa 24 Stunden warten, bis der Kleber ausgehärtet ist. Dann das Papier mit einem nassen Schwamm gründlich befeuchten, einige Minuten warten – und erst dann abziehen.
Abgezogen wird langsam, diagonal und dicht an der Wand entlang, nicht nach vorne weg. Wer das Papier senkrecht von der Fläche wegzieht, zieht einzelne Steine mit. SICIS gibt für diesen Schritt Wasser vor, nicht ausdrücklich warmes Wasser.
Für alle, die es zum ersten Mal machenStellen Sie sich vor, Sie ziehen ein Pflaster ab: flach am Körper entlang tut es nicht weh, gerade nach oben schon. Beim Mosaik ist es genau dasselbe Prinzip.
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06
Zwischenschritt
Oberfläche reinigen, Fugen trocknen lassen
Die Reste des Papierklebers vollständig mit sauberem Wasser entfernen. Papierkleber ist wasserlöslich und harmlos – solange man ihn nicht unter der Fugenmasse einschließt.
Danach der Punkt, an dem Geduld bares Geld wert ist: Die Fugen müssen vollständig trocken und frei von Kleberresten sein, bevor verfugt wird. Restfeuchte in der Fuge führt zu Verfärbungen und zu einer Fuge, die nicht durchhärtet.

Schritt 7: Die Fugenmasse richtig anmischen
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07
Starlike® Crystal oder Pro
Anmischen – dasselbe Prinzip wie beim Kleber
Wieder die gesamte Komponente B in A ausdrücken, wieder bei etwa 300 U/min mischen, bis eine homogene, glatte Masse entsteht. Rand und Boden abstreifen, kurz nachmischen. Diese zwanzig Sekunden am Eimerrand sind der Unterschied zwischen einer Fuge, die überall gleich hart wird, und einer, die an einzelnen Stellen klebrig bleibt.
Ab dem Moment, in dem die beiden Komponenten aufeinandertreffen, läuft die Uhr. Starlike hat unter Standardbedingungen eine Verarbeitungszeit von über 90 Minuten. Was das in der Praxis bedeutet, steht im nächsten Kapitel – es ist das wichtigste der ganzen Anleitung.
Das Kapitel, das über das Ergebnis entscheidet
Die 90 Minuten: Zeit ist beim Epoxidharz ein Werkzeug
Zementmörtel verzeiht Pausen. Sie können den Eimer stehen lassen, telefonieren, weitermachen. Epoxidharz kennt keine Pause. Die Masse beginnt in dem Moment zu reagieren, in dem Sie die zweite Komponente einrühren, und sie hört nicht wieder auf. Die angegebenen 90 Minuten sind kein Versprechen, sondern eine Obergrenze unter Idealbedingungen.
Was die Zeit verkürzt
- Wärme. Das ist mit Abstand der größte Faktor. Jedes Grad über Raumtemperatur beschleunigt die Reaktion. Ein Bad mit laufender Fußbodenheizung, ein Sommertag mit Sonne auf der Fassade, ein Rohbau mit Bautrockner – in solchen Lagen können aus 90 Minuten schnell 45 werden.
- Die Masse selbst. Ein voller Eimer hält die Reaktionswärme in sich. Je größer die zusammenhängende Menge, desto schneller wird sie warm, und desto schneller zieht sie an.
- Direkte Sonne auf der Fläche. Nicht die Lufttemperatur zählt, sondern die Temperatur der Fliese. Eine besonnte Wand ist deutlich wärmer als der Raum.
- Zu langes Rühren mit hoher Drehzahl. Reibung erzeugt Wärme im Eimer, bevor die Masse überhaupt an der Wand ist.
Wann Sie arbeiten sollten
Verfugen Sie offene, große Flächen am frühen Morgen oder am späten Nachmittag – nie in der Mittagshitze und nie mit Sonne auf der Fläche. Im Innenbereich: Fußbodenheizung mindestens einen Tag vorher abschalten, Heizkörper in Raumnähe herunterdrehen. Die ideale Bandbreite liegt bei etwa 18 bis 23 °C – angenehm für Sie und ruhig für das Harz.
Wie groß ein Abschnitt sein darf
Hier kommt die wichtigste Zahl dieser Anleitung: Arbeiten Sie in Abschnitten von etwa 1 bis 2 m². Verfugen, sofort reinigen, dann der nächste Abschnitt. Ein Abschnitt sollte in rund 15 Minuten komplett durch sein – vom Einspachteln bis zum letzten Schwammzug.
Ein 5-kg-Eimer reicht beim feinen Glasmosaik je nach Steinformat und Fugenbreite grob für 4 bis 7 m². Das heißt: Sie haben in einem Eimer etwa drei bis fünf solcher Abschnitte. Rechnen Sie das vor dem Anmischen einmal durch – und mischen Sie lieber zwei kleinere Ansätze als einen großen, wenn es warm ist.
Wasser, Schwämme, Filze: was bereitstehen muss
Wer mitten in der Reinigung Wasser holen geht, hat verloren. Bevor der erste Handgriff passiert, steht Folgendes bereit:
- Zwei Eimer sauberes Wasser einer zum Auswaschen, einer für den letzten Gang
- Ein dritter Eimer als Reserve für den Wasserwechsel ohne Unterbrechung
- Mindestens 4 weiße Filze Feltro Pro Starlike®, einer pro Abschnitt
- Mindestens 2 Schwämme Spugna Pro Starlike®, plus einer in Reserve
- Ein Gummispachtel Spachtel Pro Starlike®
- Saubere trockene Baumwolltücher für das Nachtrocknen
- Nitrilhandschuhe und Schutzbrille Epoxidharz reizt Haut und Augen
Faustregel für den Wasserwechsel: Sobald das Wasser im Auswascheimer milchig wird, ist es verbraucht. Milchiges Wasser trägt das gelöste Epoxid wieder auf die Fläche zurück – und daraus entsteht genau der Schleier, den Sie am nächsten Tag mühsam wegpolieren.
Der Hinweis, der im Datenblatt gern missverstanden wird: Die Angabe „80 Minuten abwaschbar“ ist ein technischer Prüfwert im Labor. Sie ist keine Empfehlung, 80 Minuten zu warten. Gereinigt wird immer sofort, im frischen Zustand.
Schritt 8: Die Fuge füllen
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08
Verfugen
Vollständig füllen, diagonal abziehen
Mit dem Spachtel Pro Starlike® die Fugen vollständig füllen. Vollständig heißt: bis nach unten, ohne Hohlraum. Drücken Sie die Masse mit Druck in die Fuge, nicht nur darüber hinweg.
Den Gummispachtel dabei diagonal zur Fugenrichtung führen. Wer parallel zur Fuge zieht, zieht die gerade eingebrachte Masse wieder heraus. Diagonal läuft die Kante des Spachtels über die Fuge hinweg statt in sie hinein. Überschüssiges Material direkt in derselben Bewegung abziehen und zurück in den Eimer geben.
Für Einsteiger übersetztStellen Sie sich vor, Sie streichen Butter über ein Waffeleisen: quer über die Vertiefungen bleibt die Butter in den Mulden liegen. Längs hineingezogen holen Sie sie wieder heraus. Genau so hält man den Spachtel.
Schritt 9–11: Die drei Reinigungsgänge
Jetzt kommt der Teil, der aus einer gut verfugten Fläche eine schöne macht. Drei Durchgänge, in dieser Reihenfolge, ohne Pause dazwischen.
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Sofort
Mit Wasser vorreinigen
Nicht warten, bis das Epoxid hart wird – die Reinigung beginnt im frischen Zustand. Die Oberfläche mit sauberem Wasser anfeuchten. Das Wasser ist hier kein Putzmittel, sondern das Medium, in dem sich das überschüssige Harz gleich lösen soll.
Nicht fluten. Eine gleichmäßig feuchte Fläche genügt; stehendes Wasser läuft in die frische Fuge und wäscht sie aus.
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Der entscheidende Handgriff
Mit dem weißen Filz kreisen
Den Feltro Pro Starlike® anfeuchten und die Oberfläche in kreisenden Bewegungen bearbeiten. Dadurch wird das überschüssige Epoxid emulgiert – es verbindet sich mit dem Wasser zu einer milchigen Emulsion – und löst sich von der Mosaikoberfläche.
Kreisen, nicht streichen. Die kreisende Bewegung arbeitet von allen Seiten gleichmäßig über die Fuge und lässt sie stehen. Ein gerader Zug reißt an einer Fugenseite und schiebt an der anderen.
Woran Sie merken, dass es funktioniertUnter dem Filz entsteht eine weißliche, leicht schlierige Schicht. Das ist gewollt: das ist Ihr Epoxidschleier in gelöster Form, bevor er sich festsetzen kann. Genau diese Schicht nimmt der nächste Schritt auf.
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Aufnehmen und modellieren
Mit dem Schwamm nacharbeiten
Mit dem angefeuchteten Spugna Pro Starlike® nochmals sauber nachwischen. Die Fuge soll dabei glatt und kompakt werden, ohne dass Fugenmaterial herausgewaschen wird – der Schwamm formt die Fuge, er räumt sie nicht aus. Also feucht, nicht nass, und mit wenig Druck.
Ideal sind zwei Wassereimer: einer zum Auswaschen des Schwamms, einer mit sauberem Wasser für den letzten Durchgang. Der letzte Zug über eine Fläche geht immer mit sauberem Wasser und einem ausgewrungenen Schwamm.
Jetzt nicht aufhörenWenn dieser Abschnitt sauber ist, geht es sofort mit dem nächsten Quadratmeter weiter – verfugen, Filz, Schwamm. Nicht erst die ganze Wand verfugen und dann putzen. Diese eine Regel trennt ein gelungenes Glasmosaik von einer Fläche, die man nachher abschleifen muss.
Schritt 12–14: Aushärten, Care, Finish
Die Fläche ist verfugt und sauber. Was jetzt noch kommt, macht aus „sauber“ ein „strahlend“ – und hat ein Zeitfenster, das man nicht verpassen sollte.
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Am nächsten Tag
24 Stunden aushärten lassen
Nach etwa 24 Stunden können eventuell verbliebene Epoxidschleier gezielt entfernt werden. Litokol empfiehlt diese Nachreinigung zwischen 24 und spätestens 48 Stunden nach dem Verfugen.
Warum das Fenster so eng ist: Der Schleier ist in den ersten beiden Tagen noch nicht vollständig durchvernetzt und lässt sich chemisch lösen. Danach bleibt nur noch mechanische Arbeit – und die ist auf Glas immer ein Risiko.
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Nachreinigung
Starlike® Care oder Wall Care auftragen
Für Böden Starlike® Care, für Wände Starlike® Wall Care Gel – das Gel bleibt an der senkrechten Fläche stehen, statt herunterzulaufen.
Unverdünnt auftragen und mit dem weißen Feltro Pro Starlike® verteilen. 10 bis 15 Minuten einwirken lassen; währenddessen kann die Fläche noch einmal kreisend mit dem Filz bearbeitet werden. Die Einwirkzeit ist der eigentliche Wirkstoff – Schrubben ersetzt sie nicht.
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Abschluss
Final abwaschen und trocknen
Die Reinigungslösung mit dem Spugna Pro Starlike® aufnehmen, anschließend gründlich mit frischem klarem Wasser nachwaschen und mit einem sauberen, trockenen Tuch trocknen.
Der letzte Satz dieser Anleitung ist zugleich der meistübersehene: Reinigungswasser und Reiniger dürfen nicht auf der Oberfläche eintrocknen. Alles, was eintrocknet, hinterlässt genau den Rand, den Sie gerade entfernt haben. Trockenwischen gehört zum Arbeitsgang – nicht in die Woche danach.
Der Zeitplan über drei Tage
Glasmosaik ist kein Wochenendprojekt, das man am Samstagnachmittag anfängt und am Abend fertig hat. Die Wartezeiten sind fest im Material verankert. Wer sie einplant, arbeitet entspannt – wer sie überspringt, arbeitet zweimal.
| Wann | Was passiert | Warum die Zeit gebraucht wird |
|---|---|---|
| Tag 0 · vorbereitend | Abdichtung mit PowerGel® Pro Max auftragen, wenn sie nicht schon vorhanden ist | 12 bis 24 Stunden Aushärtung, bevor darauf geklebt werden darf |
| Tag 1 · Vormittag | Schritt 1–4: Untergrund prüfen, Kleber anmischen, quadratmeterweise kleben und antappen | Der Kleber zieht in etwa 20 Minuten Haut – deshalb in kleinen Feldern arbeiten |
| Tag 2 · Vormittag | Schritt 5–6: Papier nässen und abziehen, Fläche mit klarem Wasser reinigen | Rund 24 Stunden nach dem Kleben; vorher reißen Steine mit heraus |
| Tag 2 · Nachmittag | Fugen trocknen lassen | Restfeuchte in der Fuge führt zu Verfärbungen und einer Fuge, die nicht durchhärtet |
| Tag 3 · früher Morgen | Schritt 7–11: anmischen, abschnittsweise verfugen und sofort reinigen | Kühle Tageszeit verlängert die Verarbeitungszeit spürbar |
| Tag 4 · nach 24 Stunden | Schritt 12–14: Starlike® Care oder Wall Care, klar nachwaschen, trocknen | Das Nachreinigungsfenster schließt spätestens nach 48 Stunden |
Rechnen Sie zwischen dem ersten Kammzug und der fertigen, begehbaren Fläche mit drei bis vier Tagen. Die reine Arbeitszeit für eine Duschrückwand von etwa 5 m² liegt dabei bei rund sechs bis acht Stunden – der Rest ist Warten.
Mengen richtig rechnen – bevor Sie bestellen
Nichts ärgert mehr, als mitten in der Fläche festzustellen, dass der Eimer leer ist. Ein zweiter Eimer derselben Charge ist dann oft nicht mehr verfügbar – und bei farbigen Fugen sieht man Chargenunterschiede. Rechnen Sie deshalb vorher, und rechnen Sie großzügig.
Fugenmasse: der Verbrauch hängt am Steinformat
Je kleiner der Stein, desto mehr Fugenmeter pro Quadratmeter. Ein 2×2-cm-Mosaik hat rund doppelt so viel Fuge wie ein 5×5-cm-Mosaik. Die folgenden Werte sind Praxisrichtwerte für eine Fugenbreite von 2 mm und eine Steindicke von 4 mm:
| Steinformat | Verbrauch je m² | Ein 5-kg-Eimer reicht für |
|---|---|---|
| 1,5 × 1,5 cm | ca. 1,1 kg | rund 4,5 m² |
| 2,0 × 2,0 cm | ca. 0,9 kg | rund 5,5 m² |
| 2,3 × 2,3 cm | ca. 0,8 kg | rund 6 m² |
| 3,0 × 3,0 cm | ca. 0,65 kg | rund 7,5 m² |
| 5,0 × 5,0 cm | ca. 0,45 kg | rund 11 m² |
Kleber: eine einfache Faustregel
Mit 3,5-mm-Zahnung liegt der Verbrauch bei etwa 1,5 kg je m². Ein 10-kg-Gebinde PowerGel® Pro Max Ultra Bianco deckt damit rund 6,7 m² ab. Soll der Kleber zusätzlich als Abdichtung dienen, kommt für die 1-mm-Schicht noch einmal etwa 1,6 kg je m² dazu – dann reicht dasselbe Gebinde nur noch für gut 3 m² Gesamtaufbau.
Unebene Untergründe, Zuschnitte, Ecken und Anschlüsse fressen Material. Rechnen Sie auf jeden errechneten Bedarf zehn Prozent auf – und bestellen Sie farbige Fuge immer in einer Lieferung, damit die Charge identisch ist. Wenn Sie uns Fläche und Steinformat nennen, rechnen wir das kostenlos für Sie durch: Mengenberechnung anfragen.
Einkaufsliste
Ein Eimer Starlike – und alles, was dazugehört
Sie haben einen 5-kg-Eimer Starlike® Crystal oder Starlike® Pro im Warenkorb. Was fehlt noch, damit Sie am Samstagmorgen wirklich loslegen können? Diese Liste deckt eine typische Fläche von 4 bis 7 m² ab – also genau das, was ein Eimer beim feinen Glasmosaik schafft.
Material
- Starlike® Crystal oder Pro, 5 kg 1 Eimer · 4–7 m²
- PowerGel® Pro Max Ultra Bianco, 10 kg 1 Gebinde · ca. 6,7 m²
- Starlike® Care (Boden) oder Wall Care Gel (Wand) 1 Gebinde
Werkzeug
- SoftGrip-Zahnspachtel 3,5 mm 1 Stück
- Spachtel Pro Starlike® – Gummispachtel 1 Stück
- Feltro Pro Starlike® – weiße Filze 4 Stück
- Spugna Pro Starlike® – Schwämme 2–3 Stück
- Elektrisches Rührwerk, regelbar auf ca. 300 U/min 1 Stück
- Bauwasserwaage und Gummihammer je 1 Stück
Verbrauchsmaterial und Schutz
- Wassereimer 3 Stück, 10–12 Liter
- Saubere Baumwolltücher 4–6 Stück
- Nitrilhandschuhe 1 Packung
- Schutzbrille 1 Stück
- Abdeckfolie und Malerkrepp nach Bedarf
Die aktuelle Tools Box von Litokol enthält bereits 1 Gummispachtel, 4 Filze und 2 Schwämme – also exakt die Ausstattung für einen Eimer. Wir führen die Box und die Einzelwerkzeuge auf Anfrage. Kurze Nachricht genügt, dann legen wir Ihnen das passende Set zur Bestellung dazu.
Crystal oder Pro – welche Fugenmasse für Ihr Mosaik?
Beide sind Epoxidharz-Fugenmörtel auf Gelbasis, beide von Litokol, beide wasserdicht und säurebeständig. Der Unterschied liegt in der Fugenbreite und in der Optik.
| Starlike® Crystal | Starlike® Pro | |
|---|---|---|
| Fugenbreite | 0 bis 3 mm | 1 bis 20 mm |
| Optik | Lichtdurchlässig, neutral – die Fuge tritt optisch zurück und das Glas behält seine Tiefe | 75 Designfarben, deckend – die Fuge wird zum Gestaltungselement |
| Ideal für | Feine SICIS-Glasmosaikfugen, transluzente und schillernde Kollektionen | Farbige Fugenbilder, gemischte Flächen mit Mosaik und größeren Formaten |
| Gebinde | 5 kg | 5 kg |
Typische SICIS-Glasmosaikfugen liegen im Bereich bis 3 mm. Für sie passt Starlike® Crystal sehr gut – das Licht läuft weiter durch die Fläche, statt an einer farbigen Fuge zu brechen. Zu Starlike® Pro greifen Sie, wenn die Fuge Farbe tragen soll oder breiter als 3 mm ist.
Die sieben häufigsten Fehler
Aus der Beratungspraxis. Wenn uns jemand mit einem Problem anruft, ist es fast immer eines dieser sieben.
- Zu große Fläche auf einmal kleben. Der Kleber zieht Haut, das Mosaik hält nicht mehr richtig. Bleiben Sie bei einem Quadratmeter.
- Grauer Kleber unter hellem Glas. Unumkehrbar. Glasmosaik wird weiß geklebt.
- Kleber quillt in die Fuge. Dann fehlt der Fugenmasse der Platz, und die Fuge wird flach und rissanfällig. Überschuss sofort im frischen Zustand herausnehmen.
- Das Papier zu früh oder zu steil abziehen. Einzelne Steine kommen mit. 24 Stunden warten, gut nässen, flach an der Wand entlang abziehen.
- Verfugen, bevor die Fugen trocken sind. Führt zu Verfärbungen und Fugen, die nicht sauber durchhärten.
- Erst die ganze Wand verfugen, dann reinigen. Der klassische Totalschaden. Verfugen und Reinigen gehören in denselben Arbeitsgang, Abschnitt für Abschnitt.
- Mit milchigem Wasser weiterarbeiten. Das gelöste Epoxid wandert zurück auf die Fläche. Sobald das Wasser trüb wird: wechseln.
Diese Anleitung beschreibt den Weg für Glasmosaik. Wenn Sie wissen möchten, wie sich Epoxidharz als Material grundsätzlich verhält – auf Feinsteinzeug, auf Naturstein, in großen Formaten –, finden Sie das in unserem Beitrag Epoxidharzfugenmörtel verarbeiten.
Pflege: was die Fläche dauerhaft schön hält
Der größte Vorteil einer Epoxidharzfuge zeigt sich erst im Alltag: Sie saugt nicht. Kalk, Seife und Shampoo setzen sich auf der Oberfläche ab, statt in sie hinein. Deshalb reicht zur Pflege in aller Regel warmes Wasser und ein weiches Tuch.
Was hilft
- Nach dem Duschen kurz abziehen. Ein Abzieher an der Wand ist die wirksamste Pflegemaßnahme überhaupt – kein Wasser, kein Kalk.
- Milde, pH-neutrale Reiniger. Für die wöchentliche Reinigung völlig ausreichend.
- Weiche Tücher und Schwämme. Glas ist hart, aber nicht kratzfest gegen Scheuermittel.
Was schadet
- Scheuermilch und Topfreiniger. Sie mattieren die Glasoberfläche unwiderruflich – und mattes Glas verliert genau die Tiefe, für die man Glasmosaik kauft.
- Dampfreiniger auf Dauer. Punktuelle Hitze belastet jede Fuge.
- Aggressive Abflussreiniger auf der Fläche. Epoxid ist säurebeständig, aber die Kombination aus Hitze und starken Laugen ist unnötiges Risiko.
Eine jährliche Grundreinigung mit Starlike® Care beziehungsweise Wall Care Gel nimmt Seifen- und Kalkfilme, die sich über die Monate aufbauen. Danach sieht die Fläche wieder aus wie am ersten Tag – und zwar wirklich, weil nichts in die Fuge eingezogen ist.
Warum Sie das Material bei uns bestellen sollten
Epoxidharz ist kein Produkt, das man im Vorbeigehen kauft. Die Kombination muss stimmen – Kleber, Fugenmasse, Reiniger und Werkzeug gehören zusammen. Genau das ist unsere Arbeit.
- Offizieller Litokol Fachhändler. Originalware, aktuelle Chargen, vollständiges Sortiment aus der Fugenwelt – vom Kleber über 75 Fugenfarben bis zum Reiniger.
- Beratung aus der Praxis. Wir sagen Ihnen, welche Fugenmasse zu Ihrem Steinformat passt und wie viel Sie brauchen – bevor Sie bestellen, nicht danach.
- Werkzeug auf Anfrage. Spachtel Pro, Feltro Pro, Spugna Pro und die Starlike Tools Box legen wir Ihrer Bestellung bei, damit nichts fehlt.
- Passendes Mosaik aus einer Hand. Wir führen SICIS® Glasmosaike aus Ravenna – Mosaik und Verlegesystem kommen dann aus derselben Beratung.
Häufige Fragen
Kann ich Glasmosaik als Laie selbst verlegen?
Ja – wenn Sie zwei Dinge einhalten: kleine Abschnitte und die sofortige Reinigung nach dem Verfugen. Die Handgriffe selbst sind einfach. Was Anfängern Probleme macht, ist nicht die Technik, sondern die Versuchung, größere Flächen am Stück zu machen. Beginnen Sie mit einer kleinen Fläche, etwa einer Nische, bevor Sie eine ganze Duschwand angehen.
Welcher Kleber ist für Glasmosaik der richtige?
Ein weißer Kleber – bei transluzentem Glas ist das keine Geschmacksfrage, sondern zwingend, weil der Kleber durch den Stein sichtbar bleibt. Im Nassbereich und im Schwimmbecken empfehlen wir einen zweikomponentigen Epoxidharzkleber wie PowerGel® Pro Max Ultra Bianco, der zugleich als Abdichtung dienen kann.
Wie lange muss Glasmosaikkleber trocknen, bevor ich verfugen kann?
Bei papiermontiertem SICIS-Mosaik wird das Papier nach etwa 24 Stunden abgenommen. Danach wird die Fläche gereinigt, und erst wenn die Fugen vollständig trocken und frei von Kleberresten sind, wird verfugt. Rechnen Sie sicherheitshalber mit einem weiteren halben bis ganzen Tag, je nach Raumklima.
Warum muss beim Epoxidharz sofort gereinigt werden?
Weil Epoxidharz chemisch aushärtet und nicht trocknet. Im frischen Zustand lässt sich der Überschuss mit Wasser und Filz emulgieren und abnehmen. Sobald die Vernetzung fortgeschritten ist, geht das nicht mehr – dann bleibt nur noch chemische Nachreinigung innerhalb von 24 bis 48 Stunden oder mechanische Arbeit.
Was bedeutet die Angabe „80 Minuten abwaschbar“?
Das ist ein technischer Prüfwert aus dem Labor, der beschreibt, wie lange sich das Material unter Normbedingungen überhaupt noch abwaschen lässt. Er ist keine Empfehlung, so lange zu warten. In der Praxis wird sofort nach dem Einspachteln gereinigt.
Wie viel Fläche schafft ein 5-kg-Eimer Starlike?
Beim feinen Glasmosaik grob 4 bis 7 m², abhängig von Steinformat, Fugenbreite und Fugentiefe. Je kleiner der Stein, desto mehr Fuge pro Quadratmeter und desto höher der Verbrauch. Für eine genaue Rechnung nennen Sie uns Format und Fläche – wir kalkulieren das für Sie.
Kann ich Glasmosaik im Schwimmbecken so verlegen?
Ja, das ist einer der Hauptanwendungsfälle dieses Systems. PowerGel® Pro Max ist wasserdicht und kann als Abdichtung dienen, Starlike ist im ausgehärteten Zustand praktisch nicht porös und chemikalienbeständig. Wichtig sind die Aushärtezeiten vor der ersten Befüllung – die stehen im Datenblatt und hängen von der Temperatur ab.
Was mache ich, wenn doch ein Schleier zurückbleibt?
Innerhalb von 24 bis 48 Stunden mit Starlike® Care (Boden) oder Wall Care Gel (Wand) nacharbeiten: unverdünnt auftragen, 10 bis 15 Minuten einwirken lassen, mit dem weißen Filz kreisend arbeiten, aufnehmen, klar nachwaschen, trocknen. Ist das Fenster verstrichen, melden Sie sich bei uns – dann gibt es stärkere Spezialreiniger, aber die gehören in geübte Hände.
Quellen und Datenblätter
Alle Verarbeitungsangaben in diesem Beitrag stammen aus den technischen Datenblättern der Hersteller. Stand der Prüfung: September 2026.
- Litokol S.p.A. – PowerGel® Pro Max, technisches Datenblatt (DE) Untergrundvorbereitung, Abdichtungsauftrag, Mischanleitung
- Litokol S.p.A. – Starlike® Crystal, technisches Datenblatt (DE) Mischung, Verarbeitungszeit, Fugenbreite 0–3 mm, Reinigung
- Litokol S.p.A. – Starlike® Pro, Produkt- und Datenblattseite Fugenbreite 1–20 mm, Farbsystem, Nachreinigung 24–48 Stunden
- SICIS S.r.l. – Product Installation Manual (EN) Zahnung, Flächengröße, Antappen, Papierentfernung, Trocknung vor dem Verfugen
- Litokol S.p.A. – Feltro Pro Starlike®, Spugna Pro Starlike®, Spatola Pro Starlike® Werkzeugspezifikationen und Anwendungsreihenfolge