Was ist ein Tepidarium? - mit tollem Foto
Ein Tepidarium ist ein warm temperierter Raum in klassischen Thermen, dessen angenehme milde Wärme den Körper behutsam aufbaut und die Durchblutung fördert. Ursprünglich aus der römischen Badetradition stammend, dient es als Übergang zwischen kühleren und heißeren Bereichen, um das Wohlbefinden zu steigern und die Haut optimal auf folgende Anwendungen vorzubereiten.
Typisch ist vor allem die milde, gleichmäßige Wärme, nicht heiß wie Sauna oder Caldarium (was ist ein Caldarium?), sondern angenehm handwarm bis warm. Je nach Anlage liegt die Temperatur häufig bei etwa 35–45 °C. Dazu kommt eine eher trockene bis nur leicht erhöhte Luftfeuchtigkeit: Meist deutlich trockener als ein Dampfbad, sodass man oft nur sanft schwitzt, eher wie ein leises, wohltuendes „inneres Auftauen“.
Seine besondere Stärke liegt im Ankommen, Durchatmen und Regenerieren: Als Zwischenstation zum Akklimatisieren vor heißeren Anwendungen, zum Runterkommen danach oder einfach als wärmender Ruheraum, wenn man es sanfter mag. Häufig gibt es beheizte Stein- oder Keramikliegen bzw. warme Bänke, manchmal mit Rückenlehnen, damit die Wärme den Körper gleichmäßig umhüllt. Dazu passt die meist ruhige Atmosphäre mit gedämpftem Licht, leiser Umgebung und oft Aromaelementen oder beruhigender Gestaltung. Eher ein „Tempel der Ruhe“ als eine „Schwitzkammer“. Historisch lag das Tepidarium klassisch zwischen Frigidarium (kalt) und Caldarium (heiß) und war in den Thermen auch ein Ort zum Entspannen, Einölen und Pflegen.
